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Israel-Palestina-Flag

Wir alle gehören zueinander, im Heiligenland Kanaan,Palästina,Israel oder was immer dies heissen mag. In der Heimat, in Sicherheit, Gleichheit und Frieden.

Sehr geehrte Damen und Herren,
leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Stiftung ihre Arbeit für Frieden und Verständigung zwischen Israel, Palästina und Deutschland einstellen muss. Eine weitere Finanzierung der Jugendbegegnung zwischen israelischen, palästinensischen und deutschen Jugendlichen, Juden, Christen und Moslems, Mädchen und Jungen, ist mangels Sponsoren-Geldern bedauerlicherweise nach meiner Berentung und Abgabe meiner Arztpraxis, welche die Jugendbegegnungen hauptsächlich finanzierte nicht mehr möglich.

Solange ich meine Arztpraxis betrieb, konnte ich die Begegnungen planen und vorfinanzieren. Ich war froh über jede Spende und Unterstützung für die Stiftung. Aus gesundheitlichen Gründen habe ich meine Praxis 2016 abgegeben und lebe nun von meiner Rente, sodass ich die Begegnungen nicht allein finanzieren kann. Leider finden sich nicht genug Unterstützer/Sponsoren, die für den Frieden, die Verständigung und für die Sicherheit der Juden, Christen und Moslems in Israel und Palästina etwas tun wollen. Die Sicherheit Israels und der Juden in Israel ist auch langfristig nicht von der Sicherheit der Palästinenser, Juden, Christen und Moslems zu trennen und nicht gegeben. Eine gleichzeitige und gleichwertige Heimat für alle dort lebenden Menschen in Israel und in den besetzten Gebieten, egal welcher Religion sie angehören, ist lebensnotwendig.

Das Land Kanaan ist das Land der drei Religionen mit Abraham, Jesus und Mohammed. Die drei Religionen mit ihrem Gott und mit all ihren Propheten gehören zueinander und sind als Religion in verschiedenen Zeiten verkündet worden. Wir alle sind Gotteskinder mit dem einen und selben Gott.
Palästina ist die Heimat der Palästinenser. Der bereits 70 Jahre andauernde Streit ist kein Religionsstreit. Palästina sollte nach dem UN-Teilungsplan 1947 in einen israelischen und einen palästinensischen Staat aufgeteilt werden, um den vom Holocaust verfolgten Juden ein eigenes Land zu geben. Dieser Vorschlag wurde von den arabischen Ländern abgelehnt. Aus Angst, noch einmal den Holocaust erleben zu müssen, gründeten die Überlebenden einen Staat nur für Juden auf einem Boden und in einem Land, in dem seit Tausenden von Jahren Juden, Christen und Moslems in Frieden zusammen lebten und vertrieben die einheimischen dort lebenden Menschen.

Dies führte 1948 zum Palästinakrieg und zur Flucht, Vertreibung und Ermordung der dort lebenden Palästinenser. Seit dem leben die Palästinenser heimat- und rechtlos und ohne jegliche Menschenwürde.

Die UN hat bei der Teilung die Kontrolle auf beiden Seiten versäumt, dadurch ist so vieles schief gelaufen. Der Westen redet von Menschenrechten und Menschenwürde! Aber er tut nichts für die Menschen, die seit über 70 Jahren in den Flüchtlingslagern leben. Ich verstehe, dass es für die Juden sehr wichtig war und ist, eine eigene Heimat bzw. einen Staat zu haben, in dem keine andere Religion dies zum Anlass nimmt, sie zu verfolgen und umzubringen. Aber warum mussten und müssen die Menschen, die dort lebten und leben, vertrieben, ermordet, unterdrückt und misshandelt werden. Die UN und die Großmächte hätten dafür Sorge tragen müssen, dass alle Menschen, egal welcher Religion, dort in Frieden zusammenleben müssen und können; sie tun es heute immer noch nicht entscheidend.

Palästina ist das Land der drei Religionen. Es war und ist keine Frage der Religion, sondern nur der Heimat, es ist ein Streit um das Land. Warum können nicht alle dort ansässigen Menschen in einem gemeinsamen Land in Freiheit und unter einer demokratischen und gerechten Regierung leben? Eine Heimat für Juden+Christen+Moslems. Sicherheit, Freiheit und Demokratie für alle unabhängig von der Religion. Die Juden können es einrichten, dass sie die Mehrheit in der Regierung sind um die Juden zu schützen. Palästina war nie nur jüdisch. Judentum ist eine Religion und kein Volk, Islam ist eine Religion und kein Volk, Gleiches gilt für das Christentum. Die Juden wurden in der Geschichte nicht von Moslems verfolgt und umgebracht, es waren die Griechen, die Römer und auch die europäischen Christen in Deutschland und Europa. Man darf nicht polarisieren, keine Feindlichkeiten schüren, sondern vermitteln und einigen und auch keine Religion bevorzugen gegenüber anderen Religionen. Es geht im Konflikt Israel/Palästina nicht um Religion, sondern um Land und um eine Heimat. Es ist Zeit, dass wir allen Menschen unabhängig von Religion oder Herkunft mit Respekt und Achtung begegnen und ihnen das Recht auf würdiges Leben in ihrer Heimat oder wo sie immer leben wollen, zugestehen und unterstützen.

Ich wünsche allen Menschen in Israel und Palästina eine friedliche, sichere und gerechte Heimat, egal ob Moslem, Christ oder Jude, egal ob aus Palästina, dem Nahen Osten oder Europa oder woher auch immer jemand nach Palästina/Israel kam.

Ganz besonders möchte ich mich bei den Schirmherren der Stiftung:
      Peter Müller, Annegret Kramp-Karrenbauer und Tobias Hans,
bedanken und bei allen tatkräftigen Freunden, Unterstützern und Sponsoren, die es möglich gemacht haben, dass viele Begegnungen seit 2003 stattfinden konnten und es möglich machten Jugendlichen verschiedener Religionen mit teilweise feindlicher Gesinnung Freunde geworden sind.

Herzlichen Dank.
Ihre Dr. med. Halima Alaiyan


Grußwort des Schirmherrn Ministerpräsident des Saarlandes Tobias Hans

Jugendbegegnung der Talat-Alaiyan-Stiftung
Israel und Palästina – zwei Länder, in denen es aufgrund ihrer Geschichte immer wieder zu Konflikten kommt. Gerade in letzter Zeit hat sich der Konflikt beider Länder wieder zugespitzt und eine friedliche Lösung in weite Ferne gerückt. Dennoch gibt es Initiativen, die versuchen, die freundlichen Beziehungen zwischen Israelis und Palästinenser zu fördern. Dazu gehört die Talat-Alaiyan-Stiftung, die sich seit vielen Jahren intensiv um die Völkerverständigung zwischen israelischen, palästinensischen und deutschen Jugendlichen kümmert. Durch regelmäßige Jugendbegegnungen wurde der Dialog zwischen den Jugendlichen beider Länder, aber auch der Kontakt zu deutschen Jugendlichen gefördert und internationale Freundschaften ermöglicht. Die Stiftung fördert die Verständigung und Versöhnung zwischen den Ländern und regt viele junge Menschen dazu an, sich ihrer historischen Verantwortung nicht zu entziehen, sondern entschieden gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz einzutreten.

Gerne bin ich Schirmherr einer Initiative, die den Dialog zwischen jungen Menschen unterschiedlicher Herkunft fördert und damit zur Verständigung der Völker beiträgt. Ich möchte der gesamten Stiftung und allen ehrenamtlichen Helfern meinen Dank und meine Anerkennung für ihre wertvolle Arbeit aussprechen und hoffe, dass es der Talat-Alaiyan-Stiftung auch in Zukunft gelingt, mit ihren internationalen Treffen neue Wege zur Annäherung zu gehen und bestehende Feindbilder abzubauen.

Talat-Alaiyan-Stiftung

für palästinensische, israelische und deutsche Kinder und Jugendliche.

Begegnung, Aufklärung, Verständigung, Versöhnung und Freundschaft

Ein Leben in Heimat, Demokratie, Sicherheit, Religionsfreiheit, Gleichheit, Freiheit und Würde, ohne ständige Angst.

Die Talat-Alaiyan-Stiftung wurde 2003 in Saarbrücken gegründet und ist seit 2004 als gemeinnützig anerkannt, organisiert jährlich Jugendbegegnung aus Israel, Palästina und Deutschland

Der Vorstand (Dr. med. Halima Alaiyan, Prof. Wolfgang Werner, Tal Elovits) und viele Helfer arbeiten ehrenamtlich.

Die Stiftung hat ihren Sitz in Saarbrücken und Berlin. Sie steht unter der Schirmherrschaft der saarländischen Ministerpräsidenten, zurzeit Frau Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Die Talat-Alaiyan-Stiftung ist in ihrer Arbeit auf Sponsoren angewiesen.
Jede Spende wird für die Ziele der Stiftung genutzt. Jeder Spender kann in Einnahmen und Ausgaben Einsicht nehmen. Auch unterliegt die Stiftung der staatlichen Aufsicht des Innenministeriums, der Stiftungsbehörde und des Finanzamts.

Weiterlesen:

Vorstand der Talat-Alaiyan-Stiftung

Dr. med. Halima Alaiyan
Dr. med. Halima Alaiyan
Prof. Wolfgang Werner
Prof. Wolfgang Werner
Tal Elovits
Tal Elovits
 

Ministerpräsidentin des Saarlandes Annagret Krampkarren-Bauer mit Dr. med. Halima Alaiyan

A Constant Longing – Memoirs of a Palestinian Woman

The moving story of an Arab woman’s brave and difficult journey to independence

Palestine, 1948: Halima Alaiyan, barely a year old, flees her home village of Ibdis, Palestine with her parents and siblings. She grows up as an exile in Egypt, feeling the constraints of Islamic tradition on girls and women. At sixteen, following an arranged marriage, she embarks on an even more restricted and isolated life in Saudi Arabia. She is separated from her children after moving to Germany with her husband, and by the time she reunites her family, her son is seriously ill.

„My dream draws on the future, and reaches across borders and generations… I look to the next generations who will grow up together; generations who can carry this beautiful dream of justice to fruition. What kind of people would we be if we did not believe in a dream of justice and peace for all?”

Weiterlesen:

Meine Familie

Vater, Mutter und Geschwistern in Palästina

 

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

UNO-Resolution 217 A (III) vom 10. Dezember 1948

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Salah Abdel Shafi, Botschafter Palästinas in Deutschland

Salah Abdel Shafi, Botschafter Palästinas in Deutschland

Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei Jürgen Lennartz bei Begrüßung der Jugendgruppe in der Landesvertretung in Berlin

Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei Jürgen Lennartz bei Begrüßung der Jugendgruppe in der Landesvertretung in Berlin

Israel Botschafter, Palästina Botschafter, Prinz Georg von Preussen und Dr. Halima Alaiyan

Israel Botschafter, Palästina Botschafter, Prinz Georg von Preussen und Dr.Alaiyan

Rabi Ben Chorin mit Dr. Alaiyan

Rabi Ben Chorin mit Dr. Alaiyan

Bischof Von Trier, Staatskanzleichef Saarnrücken, Dr. Alaiyan

Bischof Von Trier, Staatskanzleichef Saarnrücken, Dr. Alaiyan